CO2 – Fußabdrücke und Scopes

Der gesellschaftliche Kontext für Unternehmen in den 2020er Jahren verändert sich rasant. Nachhaltigkeit wird immer relevanter für den Unternehmenserfolg, insbesondere für die Performance im Markt.

In den Alltagsmedien wird fast täglich von CO2- Fußabdrücken gesprochen. Und ohne Scopes keine Klimaneutralität.

Hier werden die Begriffe erklärt, die Zusammenhänge und der Nutzen dargestellt.

Was ist ein CO2 – Fußabdruck?

Der Begriff des CO2 – Fußabdruck ist heute das Maß alle Kohlenstoffdioxid-Emissionen, die direkt oder indirekt durch Aktivitäten oder Lebensstadien von Produkten oder Personen entstehen oder verursacht werden. Der CO2-Fußabdruck lässt sich auch für Organisationen, Produkte, Länder oder Veranstaltungen (z. B. eine Urlaubsreise) berechnen.

In Zusammenhang mit dem Klimawandel ist der Begriff relativ bekannt geworden – inzwischen hat sich allgemein die englische Bezeichnung „Carbon Footprint“ durchgesetzt.

Neben Kohlenstoffdioxid werden auch andere Treibhausgase bilanziert, über Gewichtungsfaktoren zu einem CO2-Äquivalent berechnet (CO2eq) und zu einer Gesamtbilanz addiert (CO2e).

Was sind Scopes?

In den 1990er Jahren löste die öffentliche Diskussion über die Auswirkungen der Emission von Treibhausgasen eine private, transnationale Zusammenarbeit des World Resources Institute (WRI) mit dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) aus. Das Ziel: Zusammen mit anderen NGOs eine international anerkannte und anwendbare Berechnungsgrundlage zur Erstellung einer CO2-Bilanz zu schaffen. Das Greenhouse Gas-Protocolwurde 1998 vorgestellt.

Nach dem Greenhouse Gas-Protocol ist ein CO2-Fußabdruck in so genannte „Scopes“ unterteilt:

Scope 1 umfasst die direkten Emissionen innerhalb der Grenzen der eigenen Organisation, also eigener Verbrennungsprozesse, z. B. im Zusammenhang mit der Fahrzeugflotte des Unternehmens, stationärer Anlagen, chemischer Prozesse und vieles mehr.

Scope 2 deckt die indirekten Emissionen innerhalb der der Grenzen eigenen Organisation aus dem Bezug von leitungsgebundener Energie ab, z.B. aus dem Stromverbrauch in den Gebäuden, Fernwärme, Druckluft, Kühlung und vieles mehr.

Scope 3 umfasst die indirekten Emissionen aus vor- und nachgelagerten Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, außerhalb der Grenzen der eigenen Organisation. Hierbei handelt es sich also z.B. um Emissionen im Zusammenhang mit Rohstoffen, eingekaufte Güter und Dienstleistungen, vorgelagerten Prozessen, Geschäftsreisen, Mitarbeiteranfahrten und vieles mehr.

Grafik Quelle: EnergieAgentur.NRW

Welche CO2-Fußabdrücke gelten für Unternehmen?

Aus den beschriebenen 3 Scopes leiten sich die Definitionen für Unternehmen und Organisationen etablierten Carbon-Footprints ab:

Der Nutzen?

Um das übergeordnete Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, muss letztlich jede Aktivität und Ablauf hinsichtlich seiner Klimaschädlichkeit analysiert und verstanden werden – hierzu ist zwingend eine Treibhausgas-Bilanz mit dem entsprechenden Carbon Footprint CO2e notwendig.

Danach lautet das einfache Motto:

  1. Nach der Treibhausgas-Bilanz ist vor der Treibhausgas-Bilanz, denn sie ist jährlich durchzuführen
  2. In den Folgejahren ist über den CO2e Wert der Erfolg der Verbesserungsmaßnahmen abzulesen

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